Archiv der Kategorie: Lesung

Frankfurt liest ein Buch 2017

28. April 2017: Von den Gesichtern der Sprache ‒ Die Abenteuer des Herbert Heckmann. Wilfried F. Schoeller präsentierte den Roman „Benjamin und seine Väter“. Der ehemalige Fernsehmoderator Wilfried F. Schoeller, enger Freund und langjähriger Kollege des Autors, stellte den Roman „Benjamin und seine Väter“ vor und erzählte von dem Schriftsteller Herbert Heckmann (1930-1999).

Bachtyar Ali: »Der letzte Granatapfel«

17. März 2017: Lesung und Gespräch mit Bachtyar Ali und Martin Maria Schwarz (hr2 kultur). Der Roman „Der letzte Granatapfel“ erzählt die Geschichte von Muzafari Subhdam, der sich an Bord eines Bootes befindet, das ihn zusammen mit anderen Flüchtlingen in den Westen bringen soll. Als hochrangiger Peschmerga war er in einundzwanzigjährige Gefangenschaft geraten. Wieder in Freiheit, begibt er sich auf eine Reise durch das, was aus seinem Land geworden ist. Eine Reise durch Geschichten, Geheimnisse und zu Personen, die ihm dabei helfen, seinen verschollenen Sohn zu finden. Eine Reise, die ihn schließlich auf den Weg führt, den schon Tausende vor ihm genommen haben: übers Mittelmeer in den Westen. Ein Roman von bedrückender Aktualität und berückender Poesie.

Bachtyar Ali wurde 1966 im Nordirak geboren. 1983 geriet er durch sein Engagement in den Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Er brach sein Geologiestudium ab, um sich der Poesie zu widmen. Sein erster Gedichtband erschien 1992, inzwischen umfasst sein Werk Romane, Gedichte und Essays. Seit Mitte der Neunzigerjahre lebt er in Deutschland.

Martin Maria Schwarz hat Germanistik, Romanistik und Kunstgeschichte studiert und arbeitet als Redakteur, Sprecher und Moderator in der Kulturredaktion des Hessischen Rundfunks und als Autor u. a. für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Und wie sich erst kurzfristig ergeben hat, wird der Abend musikalisch begleitet durch Diab Omer, der traditionelle kurdisch-syrische Volksmusik auf der kurdischen Bouzouk spielt.

Das schreibt die Presse über „Der letzte Granatapfel“: Weiterlesen

Süß Sauer Pur

Unterwegs in der Frankfurter Apfelweinkultur
Freitag, 3. Februar 2017. Andrea Diener, Stefan Geyer und Konstantin Kalweram präsentierten bei einem guten Schoppen ihr jüngstes Werk über die Frankfurter Apfelweinkultur: „Süß Sauer Pur“. In kurzweiligen Beiträgen erkunden sie mit einer Reihe anderer Autoren die vielseitige Welt des Apfelweins. Nichts ist für Frankfurt und die Region prägender und identitätsstiftender als die Kultur rund um den Apfel. Von der harten Bank einer Ebbelwoiwirtschaft bis zu den Geheimnissen des gemeinen Bembels und den Abgründen einer alten Kellnerseele, von der Normandie bis in den Frankfurter Stadtwald, von Sachsenhausen über die Streuobstwiesen nach Rödelheim.
Für eine ausführliche Apfelweinprobe mit diversen Spezialitäten sorgte die Kelterei Possmann, für Häppchen wie immer der Förderverein FörSteR
 

Alberto Giacometti

Kunst und Literatur im gemischten Doppel
Donnerstag, 1. Dezember 2016: Kulturwissenschaftlerin Petra Schwerdtner und Germanist Dr. Adolf Fink bieten ungewöhnliche Perspektiven auf Leben und Schaffen des berühmten Künstlers.
Bekannt geworden durch seine „Stecknadel-Figuren“ gehört der Schweizer Künstler Alberto Giacometti heute zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Ebenso war er als Maler und Graphiker tätig. Auch die Literatur spielte eine wichtige Rolle in seinem Leben. Die Veranstaltung gibt vertiefende Einblicke in die Ausstellung in der Schirn vom 28.10.2016 bis 22.1.2017.

»Es will merr net in mein Kopp enei«

quast13112016

Die Stoltze-Revue mit Michael Quast und Stefani Kunkel
Ausverkauftes Haus am 11.11.2016 im Gemeindesaal der Cyriakusgemeinde bei der eindrucksvollen Stoltze-Revue. Ein Frankfurter Dichter zwischen Rebellion und Biedermeier! Mit beherztem Zugriff erwecken Michael Quast und Stefanie Kunkel Stoltzes Gedichte zu neuem Leben und verwandeln Geschichten in kleine Hörspiele. Markus Neumeyer hat gefühlvolle Balladen, freche Liederche und mitreißende Songs komponiert – so hat man Stoltze noch nie gehört! Zusammen mit den Projektionen von historischem Bildmaterial entsteht ein Programm, das Friedrich Stoltze und das Frankfurt seiner Zeit lebendig werden lässt. 
Musikalische Leitung und am Klavier: Markus Neumeyer, Oboe/Saxophon: Susanne Kohnen, Kontrabass: Gregor Praml
Foto: Förster/Heidt

Literatuur uit de Lage Landen

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Flandern und Niederlande – Ehrengäste der Buchmesse 2016
Flandern und die Niederlande teilen nicht nur eine gemeinsame Sprache, sondern können auch auf eine lange gemeinsame Geschichte zurückblicken, vor allem in der Literatur und Kultur. 2015 wurde in der Stadtteilbibliothek Rödelheim die Literatur des Buchmesse-Gastlandes Indonesien vorgestellt hat, in diesem Jahr waren Flandern und die Niederlanden das Thema bei der gut besuchten Veranstaltung am Freitag, 7. Oktober. Martin Maria Schwarz, Redakteur und Moderator von hr2 kultur, las ausgewählte Texte niederländischer Autorinnen und Autoren und unterhielt sich mit der Expertin für niederländisch-flämische Literatur Laurette Artois, die seit 1985 niederländische Sprache, Kultur und Literatur an der Johann Wolfgang Goethe-Universität lehrt. Im zweiten Teil des Abends stellte der niederländische Autor Thomas Heerma van Voss (Mitte) seinen gerade erschienenen Roman „Stern geht“ vor ‒ eine berührende Vater-Sohn-Geschichte, das Porträt eines eigenwilligen Träumers. Thomas Heerma van Voss, 1990 geboren, studierte in London und Amsterdam und gilt in den Niederlanden als eines der größten literarischen Talente seiner Generation. „Stern geht“ ist sein erstes Buch auf Deutsch. Begleitet wurde der Abend von kulinarischen Spezialitäten aus Flandern und den Niederlanden.

Frankfurt liest ein Buch 2016

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Der Autor mit Verleger Rainer Weiss.

Frankfurt verboten
15. April 2016: Dieter David Seuthe liest aus seinem Roman und spricht mit seinem Verleger Dr. Rainer Weiss über „Frankfurt verboten“. Musikalisch begleitet wird der Abend am Flügel von den Schülerinnen der Liebig-Schule Victoria Heinrich, Antonia Maderheim und Zsofia Pilz mit Stücken von Bach, Chopin und Schubert. Weiterlesen

Songs & Stories from Dublin and beyond

irish-1Freitag, 26. Februar 2016, 19:30 Uhr:
Ein irischer Abend mit Peter Hankiewicz
Peter Hankiewicz spielt seit fast 25 Jahren Irish Folk. In Rödelheim konnte man ihn als Gitarristen mit seiner Band »Blue Blistering Barnacles« in den vergangenen Jahren bei einer Reihe von Auftritten sehen und hören. Neben der Musik steht für ihn immer auch die Geschichte hinter den Liedern im Vordergrund. So beschäftigt sich der studierte Archäologe seit Langem mit der Historie Irlands und der Kelten, mit irischer Literatur und Musikgeschichte. In seinem Programm „Songs & Storys from Dublin and beyond“ wechseln sich Musik und Literatur ab. Zu unterschiedlichen Begleitinstrumenten singt Peter Hankiewicz Lieder aus verschiedenen Zeiten und Gegenden Irlands und liest Texte ‒ u.a. von Sean O’Casey, Ken Bruen und Friedrich Engels ‒ aus und über Irland, wobei das Hauptaugenmerk auf den kleinen Schrullen und großen Eigenheiten der Bewohner der grünen Insel liegt. Ein Abend für alle Fans der irischen Literatur und des Irish Folk. Weiterlesen

Noch ein Glück

simonsohnFreitag, 6. November 2015, 19.30 Uhr
Trude Simonsohn im Gespräch mit Elisabeth Abendroth
Seit Jahrzehnten erzählt die in Frankfurt lebende Trude Simonsohn in Schulen und Institutionen aus ihrem Leben, das sie zu einer Zeugin der großen politischen Verwerfungen im zwanzigsten Jahrhundert werden ließ.
1921 in Olmütz geboren, wuchs sie zweisprachig auf, besuchte das deutsche Gymnasium, durfte aber dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht als Jüdin keine Berufsausbildung absolvieren. Sie verlor ihren Vater im KZ Dachau, ihre Mutter in Auschwitz. Sie selbst wurde 1942 nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich des Hochverrats angeklagt, in Einzelhaft genommen und in verschiedene Konzentrationslager verschleppt. Nach 1945 arbeitete sie für die jüdische Flüchtlingshilfe in der Schweiz und betreute tuberkulosekranke und traumatisierte Kinder, die durch den Holocaust zu Waisen geworden waren.
1955 kam sie nach Frankfurt, wo sie in der jüdischen Gemeinde die Stelle für Sozialarbeit und Erziehungsberatung übernahm. 1993 erhielt Trude Simonsohn die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt, 1996 die Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen, 2010 wurde sie mit dem Ignaz-Bubis-Preis für Verständigung gewürdigt.
Die Erinnerungen an ihr ereignisreiches Leben, die unter dem Titel „Noch ein Glück“ erschienen sind, schrieb die 90-Jährige zusammen mit der bekannten Frankfurter Sozialwissenschaftlerin Elisabeth Abendroth, mit der sie in der Stadtbibliothek Rödelheim ihre Autobiographie auch vorstellte.
Foto: Förster/Heidt

25 Jahre Deutsche Einheit

einheitFreitag, 2. Oktober 2015
Zum Jubiläum »25 Jahre Deutsche Einheit«, das am ersten Oktober-Wochenende in Frankfurt ausgerichtet wurde, hatte der FörSteR die Autoren Katja Lange-Müller und Thomas Rosenlöcher eingeladen: 25 Jahre Deutsche Einheit? Katja Lange-Müller und Thomas Rosenlöcher im Gespräch mit Ruth Fühner (hr2 kultur)
1989 lebte die in Ost-Berlin geborene Schriftstellerin Katja Lange-Müller bereits fünf Jahre in West-Berlin, der Schriftsteller und Lyriker Thomas Rosenlöcher noch immer in seinem Geburtsort Dresden. Fünfundzwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands sprechen die beiden ehemaligen Stadtschreiber von Bergen-Enkheim mit der Moderatorin Ruth Fühner über ihre Eindrücke, Erfahrungen, Erlebnisse, aber auch über ihre Probleme mit der deutschen Einheit und lesen aus ihren Werken. Wir versprechen Ihnen einen kritischen und unterhaltsamen Abend.
Katja Lange-Müller wurde 1951 in Ost-Berlin geboren. Sie lernte Schriftsetzerin, arbeitete als Hilfspflegerin auf psychiatrischen Stationen, lebte ein Jahr in der Mongolei und verließ 1984 die DDR. 1986 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, 2013 den Kleist-Preis. 1989/90 war sie Stadtschreiberin in Bergen-Enkheim. Zuletzt erschien von ihr der Roman Böse Schafe.
Thomas Rosenlöcher wurde 1947 in Dresden geboren. Der studierte Betriebswirt schreibt Gedichte, Kinderbücher und Essays. Im Westen Deutschlands wurde er vor allem mit seiner Lyrik, dem Wende-Tagebuch Die verkauften Pflastersteine und seinen literarischen Geschichtschroniken bekannt, in denen er vom Übergang von Ost nach West erzählt. 2010/11 war er Stadtschreiber von Bergen-Enkheim. Zuletzt erschien von ihm der Lyrikband Hirngefunkel .
Ruth Fühner, Moderatorin bei hr2 kultur, sagt über ihre Arbeit: »Es ist ein großes Glück, lesen, Theater gucken, Leute ausfragen, nachdenken zu dürfen und dafür auch noch bezahlt zu werden.«