Am Mittwoch, 24. Juni 2026, kommen zwölf Nachfahren der Familie Hammel nach Rödelheim, um zu ihrer Familiengeschichte zu recherchieren. Um 19 Uhr findet für sie ein Empfang in der Stadtteilbibliothek statt. Gäste sind herzlich willkommen, Eintritt frei, bitte Anmeldung per E-Mail unter initiative-stolperstein-roedelheim@gmx.de
»Die Summe aller Dinge« Oliver Bottini liest aus seinem neuen Krimi
Frühjahr 2018: In Duisburg erschießt sich ein Mann am frühen Morgen, in London wird ein anderer von einem geheimnisvollen Wagen totgefahren, auf Capri sprechen alle von Mord, doch am Tatort ist weder ein Körper noch Blut zu finden. Das kann kein Zufall sein, weiß auch die Frankfurter Polizistin Vera Berg, die um ihren verstorbenen Mann trauert und nach Capri reist, um nach Antworten zu suchen. Sie ist Männern auf der Spur, die das große Geld machen wollten und den Staat um Millionen betrogen haben. Meisterhaft erzählt Oliver Bottini davon, zu was ungebremste Geldgier führen kann: politisch brisant und hoch spannend.
Oliver Bottini bei seiner Krimilesung im Brentanobad im Sommer 2023.
Oliver Bottini, 1965 geboren, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Krimipreis von Radio Bremen, den Berliner ›Krimifuchs‹, den Stuttgarter Krimipreis und sechsmal den Deutschen Krimipreis, zuletzt 2022 für ›Einmal noch sterben‹. Der neue Roman »Die Summe aller Dinge« erscheint im Mai 2026.
Freitag, 7. August 2026, 20:00 Uhr (Einlass 19:45 Uhr) Brentano-Bad (Haupteingang Rödelheimer Parkweg gegenüber SG Rot-Weiss-Stadion) Eintritt frei (um einen ausgelesenen Krimi als Spende für den Krimipool im Brentanobad wird gebeten). Bei Regen findet die Lesung in den Räumen des Brentanobades statt. Eine Veranstaltung von FörSteR e.V. und der Stadtteilbibliothek Rödelheim, mit freundlicher Unterstützung der Bäderbetriebe BBF.
Ein literarischer Hausputz mit Texten, die sich gewaschen haben. Von und mit Ulrich Sonnenschein und Esther Maria Groh
Putzen ist die unsichtbarste Nebensache der Welt und schon gar kein Thema großer klassischer Romane. Es ist weder tragisch noch heroisch, weder philosophisch aufgeladen noch von gesellschaftlichem Prestige. Aber manchmal taucht es doch in der Literatur auf – in scheinbar beiläufigen Szenen, abseits der eigentlichen Handlung. Gerade darin liegt seine literarische Kraft: Putzen ist die stille Geste des Alltags, das sichtbare Zeichen der Ordnung in einer oft chaotischen Welt. An diesem Abend wird ein freudiger Hausputz serviert, Staub aufgewirbelt und der Feudel geschwungen. Geputzt wird dann morgen.
Mit Ulrich Sonnenschein, hr2 kultur-Moderator und Literaturexperte und Esther Maria Groh, Intendantin bei Kammermusik & Literatur am Feldberg und Reinigungsfanatikerin.
Freitag, 11. September 2026, 19:30 Uhr Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19 Eintritt 8,- € (ermäßigt 6,- €) Vorverkauf: Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19, Tel. 069/212307 75, roedelheim@stadtbuecherei.frankfurt.de Pappmarché, Alexanderstr. 27, Tel: 069 783625 Für Häppchen und Wein sorgt wie immer der Förderverein FörSteR
Tschechien ist das Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse 2026. Eva Profousová, eine der profiliertesten Übersetzerinnen aus dem Tschechischen, stellt aus diesem Anlass den tschechischen Autor Jáchim Topol und seine sprachgewaltigen und karnevalesken Romane »Ein einsamer Mensch« und »Die Hölle gibt es« nicht vor. Die Übersetzerin erhielt 2024 für ihre Übertragung von »Ein einsamer Mensch« den renommierten Straelener Übersetzerpreis. In der Begründung der Jury hieß es: »Ihr ist ein Husarenstück gelungen. Furchtlos folgt sie dem Autor und seinem Heldenkollektiv durch wilden Slapstick, krachlederne Derbheit und irrwitzige Fügungen und schafft so ein Idion, das Topols fantastischer, wüst-fantasievoller Umgangssprache ebenbürtig ist.«
Eva Profousová wurde 1963 in Prag geboren. Nach ihrer Flucht aus der Tschechoslowakei 1983 studierte sie an der Universität Hamburg Neuere osteuropäische Geschichte und Slawistik. Eva Profousová lebt in Hamburg.
Freitag, 2. Oktober 2026, 19:30 Uhr Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19 Eintritt 8,- € (ermäßigt 6,- €) Vorverkauf: Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19, Tel. 069/212307 75, roedelheim@stadtbuecherei.frankfurt.de Pappmarché, Alexanderstr. 27, Tel: 069 783625 Für Häppchen und Wein sorgt wie immer der Förderverein FörSteR
Henni Nachtsheim begeisterte das Publikum in der ausverkauften Lesung in der Stadtteilbibliothek
29. Mai 2026: Vermutlich bringt kaum ein Bundesligaverein seine Anhänger so oft an den Rand eines Nervenzusammenbruchs wie Eintracht Frankfurt. Und so ist es kein Zufall, dass der Name dieses Klubs erscheint, wenn man »Sport« und »Diva« zusammen googelt. Wer der SGE folgt, erlebt ein dauerndes Wechselbad der Gefühle. Einem Sieg über Galatasaray kann ohne Weiteres eine Pleite gegen Union Berlin folgen. Und niemand kann so ausgiebig und unterhaltsam sein Herz über die Eintracht ausschütten wie Henni Nachtsheim, der in seiner Liebeserklärung die kurvenreiche Eintracht-Geschichte bis in die jüngste Gegenwart begleitet.
Henni Nachtsheim ist Comedian, Musiker, Autor und Schauspieler. Bekannt wurde er u.a. als Sänger und Saxofonist der Rodgau Monotones und als eine Hälfte des Comedy-Duos Badesalz.
Marie Luise Kaschnitz: Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau
24. April 2026: »Gott und die Welt« – nicht mehr und nicht weniger beschäftigte Marie Luise Kaschnitz in den Sechzigerjahren in ihren Texten. Die anstehenden Stürme der Studentenrevolte und der sich bald formierenden außerparlamentarischen Oppositionen sind in den Gedanken der Dichterin bereits präsent. In ihren »Aufzeichnungen aus der Wiesenau« leuchten Themen auf, die uns heute noch und wieder beschäftigen: die Zukunft der Arbeit, die Bedrohung durch technische Entwicklungen, die Veränderungen in der Natur.
Marie Luise Kaschnitz, geboren 1901 im badischen Karlsruhe, lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 vornehmlich in Frankfurt. Sie wurde mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und der Ehrendoktorwürde der Goethe-Universität sowie dem Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet
Schauspielerin Bettina Kaminski und Verleger Rainer Weiss in der ausverkauften Veranstaltung.
Rainer Weiss, ehemaliger Lektor und Programmgeschäftsführer der Verlage Suhrkamp und Insel, stellt als Herausgeber »Gott und die Welt« vor; Bettina Kaminski, Schauspielerin und Regisseurin im Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt, liest aus »Gott und die Welt«.
6. März 2026: Zum Internationalen Weltfrauentag: Henning Schramm liest aus seinem historisch-biografischen Roman
»Ich bin eine Frau. Ich fürchte den Tod und eure Marter. Aber ich habe kein Schuldbekenntnis zu machen. Ist nicht die Meinungsfreiheit dem Menschen als wertvollstes Erbe geweiht?« So verteidigte sich Olympe de Gouges vor dem Revolutionstribunal in Paris. Eine kompromisslose Humanistin und eine lebenslustige und mutige Frau, die als erste Frau in der Geschichte auch für das weibliche Geschlecht die Bürgerrechte einfordert. Henning Schramm entführt uns ins Paris des 18. Jahrhunderts, in die Salons der literarischen Weltstadt und den Hof von Versailles. Eine rebellische Zeit, geprägt von den Anfängen der Aufklärung und der mit der französischen Revolution verbundenen Gewalt.
Henning Schramm, 1944 in Tübingen geboren, studierte Soziologie, Volkswirtschaft und Ethnologie in Mainz, Tübingen und Frankfurt. Nach verschiedenen beruflichen Stationen veröffentlichte er seit 2000 zahlreiche Romane und Sachbücher. Henning Schramm lebt in Frankfurt.
Ihre Stimme für Zusammenhalt statt Ausgrenzung. Für ein vielfältiges und offenes Rödelheim.
Ein breites Rödelheimer Bündnis, darunter auch der Förster, richtet eine Bitte an alle Rödelheimer*innen: Gehen Sie wählen – und stärken Sie bei den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung, den Ortsbeiräten und zur Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung am 15. März 2026 in Frankfurt diejenigen Parteien, die sich für Vielfalt, Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit einsetzen.
6.2.2026: Mascha Kaléko – eine Dichterin des 20. Jahrhunderts
Mascha Kaléko gehört zu den bekanntesten deutschen Dichterinnen, berühmt geworden Ende der Zwanzigerjahre mit Alltagsgedichten aus der Großstadt Berlin. Ihr literarisches Werk spiegelt sehr deutlich ihr persönliches Erleben von Heimatlosigkeit und Vertreibung, ist aber auch immer gekennzeichnet durch ein humorvolles, ironisches Augenzwinkern in der Tradition Heinrich Heines.
In ihrer Lesung präsentierte Gisela Pabel-Rüger – illustriert mit Hilfe vieler Gedichte – Mascha Kalékos Biographie, ihren Weg von Galizien nach Berlin, nach New York und Jerusalem – und immer wieder zurück nach Europa.
Gisela Pabel-Rüger ist eine Frau mit vielen Talenten und Leidenschaften. Sie singt, spielt Theater und veranstaltet Lesungen. Über die Protagonistin ihres Abends sagt sie: »Mascha Kalékos Gedichte begleiten mich seit Jahrzehnten in allen Lebenslagen. Ich mag ihren spöttischen Unterton, ihre genaue Beobachtung von Alltagssituationen, aber auch ihre Melancholie und die berührenden Worte für Trauer und Leid.«
Die erste Förster-Veranstaltung in diesem Jahr war restlos ausverkauft, ein gelungener Start!
Sämtliche Rechte am Werk Mascha Kalékos: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG, München
Bei der Jahreshauptversammlung des Förster e.V. am 3. Februar 2026 wurde als Vorstand bestätigt: Helmut Furtmann als 1. Vorsitzender, Ulrich Sonnenberg als 2. Vorsitzender, Ulla Thiemann als Schatzmeisterin, Angela Kalisch als Schriftführerin. Revisorinnen: Frau Blaß und Frau Acar. Beisitzer:innen: Frau Post, Herr Auth und Herr Dalbert.