Verehrt – verfolgt – unvergessen

Mascha Kaléko – eine Dichterin des 20. Jahrhunderts

Foto: Deutsches Literatur Archiv, Marbach.

Mascha Kaléko gehört zu den bekanntesten deutschen Dichterinnen, berühmt geworden Ende der Zwanzigerjahre mit Alltagsgedichten aus der Großstadt Berlin. Ihr literarisches Werk spiegelt sehr deutlich ihr persönliches Erleben von Heimatlosigkeit und Vertreibung, ist aber auch immer gekennzeichnet durch ein humorvolles, ironisches Augenzwinkern in der Tradition Heinrich Heines.

In ihrer Lesung präsentiert Gisela Pabel-Rüger – illustriert mit Hilfe vieler Gedichte – Mascha Kalékos Biographie, ihren Weg von Galizien nach Berlin, nach New York und Jerusalem – und immer wieder zurück nach Europa.

Gisela Pabel-Rüger ist eine Frau mit vielen Talenten und Leidenschaften. Sie singt, spielt Theater und veranstaltet Lesungen. Über die Protagonistin ihres Abends sagt sie: »Mascha Kalékos Gedichte begleiten mich seit Jahrzehnten in allen Lebenslagen. Ich mag ihren spöttischen Unterton, ihre genaue Beobachtung von Alltagssituationen, aber auch ihre Melancholie und die berührenden Worte für Trauer und Leid.«

Sämtliche Rechte am Werk Mascha Kalékos: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG, München

Freitag, 6. Februar 2026, 19:30 Uhr
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt 8,- € (ermäßigt 6,- €)
Vorverkauf: Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19,
Tel. 069/212307 75, roedelheim@stadtbuecherei.frankfurt.de
Pappmarché, Alexanderstr. 27, Tel: 069 783625

Für Häppchen und Wein sorgt wie immer der Förderverein FörSteR

»Warum nicht die Wahrheit sagen – Olympe de Gouges«

Zum Internationalen Weltfrauentag: Henning Schramm liest aus seinem historisch-biografischen Roman

»Ich bin eine Frau. Ich fürchte den Tod und eure Marter. Aber ich habe kein Schuldbekenntnis zu machen. Ist nicht die Meinungsfreiheit dem Menschen als wertvollstes Erbe geweiht?« So verteidigte sich Olympe de Gouges vor dem Revolutionstribunal in Paris. Eine kompromisslose Humanistin und eine lebenslustige und mutige Frau, die als erste Frau in der Geschichte auch für das weibliche Geschlecht die Bürgerrechte einfordert. Henning Schramm entführt uns ins Paris des 18. Jahrhunderts, in die Salons der literarischen Weltstadt und den Hof von Versailles. Eine rebellische Zeit, geprägt von den Anfängen der Aufklärung und der mit der französischen Revolution verbundenen Gewalt.

Henning Schramm ©privat

Henning Schramm, 1944 in Tübingen geboren, studierte Soziologie, Volkswirtschaft und Ethnologie in Mainz, Tübingen und Frankfurt. Nach verschiedenen beruflichen Stationen veröffentlichte er seit 2000 zahlreiche Romane und Sachbücher. Henning Schramm lebt in Frankfurt.

Freitag, 6. März 2026, 19:30 Uhr
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt 8,- € (ermäßigt 6,- €)
Vorverkauf: Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19,
Tel. 069/212307 75, roedelheim@stadtbuecherei.frankfurt.de
Pappmarché, Alexanderstr. 27, Tel: 069 783625
Für Häppchen und Wein sorgt wie immer der Förderverein FörSteR

Frankfurt liest ein Buch 2026

Marie Luise Kaschnitz: Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau

»Gott und die Welt« – nicht mehr und nicht weniger beschäftigte Marie Luise Kaschnitz in den Sechzigerjahren in ihren Texten. Die anstehenden Stürme der Studentenrevolte und der sich bald formierenden außerparlamentarischen Oppositionen sind in den Gedanken der Dichterin bereits präsent. In ihren »Aufzeichnungen aus der Wiesenau« leuchten Themen auf, die uns heute noch und wieder beschäftigen: die Zukunft der Arbeit, die Bedrohung durch technische Entwicklungen, die Veränderungen in der Natur.

Marie Luise Kaschnitz, geboren 1901 im badischen Karlsruhe, lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 vornehmlich in Frankfurt. Sie wurde mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und der Ehrendoktorwürde der Goethe-Universität sowie dem Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet

Rainer Weiss, ehemaliger Lektor und Programmgeschäftsführer der Verlage Suhrkamp und Insel, stellt als Herausgeber »Gott und die Welt« vor; Bettina Kaminski, Schauspielerin und Regisseurin im Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt, liest aus »Gott und die Welt«.

Freitag, 24. April 2026, 19:30 Uhr
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt 8,- € (ermäßigt 6,- €)
Vorverkauf: Stadtteilbibliothek Rödelheim, Tel.: 069 21230775
Email: roedelheim@stadtbuecherei.frankfurt.de /
Pappmarché, Alexanderstr. 27, Tel: 069 783625

Wie immer sorgt der Förderverein FörSteR für Häppchen und Wein

Henni Nachtsheim: »Eintracht Frankfurt. Eine Liebeserklärung«

Henni Nachtsheim ©privat

Vermutlich bringt kaum ein Bundesligaverein seine Anhänger so oft an den Rand eines Nervenzusammenbruchs wie Eintracht Frankfurt. Und so ist es kein Zufall, dass der Name dieses Klubs erscheint, wenn man »Sport« und »Diva« zusammen googelt. Wer der SGE folgt, erlebt ein dauerndes Wechselbad der Gefühle. Einem Sieg über Galatasaray kann ohne Weiteres eine Pleite gegen Union Berlin folgen. Und niemand kann so ausgiebig und unterhaltsam sein Herz über die Eintracht ausschütten wie Henni Nachtsheim, der in seiner Liebeserklärung die kurvenreiche Eintracht-Geschichte bis in die jüngste Gegenwart begleitet.

Henni Nachtsheim ist Comedian, Musiker, Autor und Schauspieler. Bekannt wurde er u.a. als Sänger und Saxofonist der Rodgau Monotones und als eine Hälfte des Comedy-Duos Badesalz.

Freitag, 29. Mai 2026, 19:30 Uhr
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt 10,- € (ermäßigt 8,- €)
Vorverkauf: Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19,
Tel. 069/212307 75, roedelheim@stadtbuecherei.frankfurt.de
Pappmarché, Alexanderstr. 27, Tel: 069 783625
Für Häppchen und Wein sorgt wie immer der Förderverein FörSteR

Förster wünscht schöne Feiertage

Ein erfolgreiches Jahr mit Lesungen und anderen Aktivitäten liegt hinter uns. Unser Beitrag zum lebendigen Adventskalender bildete den Schlusspunkt für das Jahr 2025. Auch für das kommende Jahr sind wir bereits gut vorbereitet, freuen Sie sich unter anderem auf einen Abend zu Mascha Kaleko, auf Frankfurt liest ein Buch und auf Henni Nachtsheim.

Der Förderverein der Stadtteilbibliothek Rödelheim bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern und wünscht allen einen guten Start in ein hoffentlich friedliches neues Jahr!

Lebendiger Adventskalender

Auch in diesem Jahr finden in der Adventszeit wieder täglich kleine Veranstaltungen an den unterschiedlichsten Orten in Rödelheim statt. Die Bibliothek ist mit zwei Terminen vertreten:

3. Dezember, 14.30 bis 16 Uhr: Festliches Upcycling – Weihnachtszauber aus Papier
Wir basteln aus alten Büchern festliche Weihnachtsdeko und kleine Geschenke.
Mit Anmeldung

19. Dezember ab 17 Uhr: Vorweihnachtliche Texte für Groß und Klein, vorgelesen von Förster-Mitgliedern. Ohne Anmeldung

»In Auschwitz gab es keine Vögel«

14. November 2025: Konzert-Lesung mit Monika Held & Gregor Praml

»Bald wird es keine Überlebenden des Holocaust mehr geben – und wer erzählt dann?« Das haben sich die Autorin Monika Held und der Kontrabassist Gregor Praml gefragt und sich entschieden, selbst zu Erzählenden zu werden. Unter dem Titel »In Auschwitz gab es keine Vögel« haben sie auf der Grundlage von Monika Helds Roman »Der Schrecken verliert sich vor Ort« eine KonzertLesung erarbeitet, in der die Geschichte des KZ-Häftlings Heiner und seiner Frau Lena erzählt wird. Der Kontrabass verlässt dabei die klassische Rolle des Textbegleiters und wird zum Solisten, der mit einer eigenen Stimme die Stimmungen und Emotionen der Geschichte erzählt.

Gregor Praml und Monika Held. © Praml

Monika Held, Autorin und Journalistin, wurde für ihre journalistische Arbeit u.a. mit dem Elisabeth-Selber und dem Deutschen Sozialpreis ausgezeichnet. Ihr Roman »Der Schrecken verliert sich vor Ort« wurde in sechs Sprachen übersetzt. Gregor Praml, Kontrabassist und Komponist, lebt als gebürtiger Deutsch-Franzose in Frankfurt und ist mit der hiesigen Musikszene durch die unterschiedlichsten Projekte eng vernetzt.

Elena Fischer: Paradise Garden

10. Oktober 2025: Die 14-jährige Billie verbringt die meiste Zeit in ihrer Hochhaussiedlung. Am Monatsende reicht das Geld nur für Nudeln mit Ketchup, doch ihre Mutter Marika bringt mit Fantasie und einem großen Herzen Billies Welt zum Leuchten. Dann reist unerwünscht die Großmutter aus Ungarn an, und Billie verliert viel mehr als nur den bunten Alltag mit ihrer Mutter. Als sie Marika keine Fragen mehr stellen kann, fährt Billie im alten Nissan allein los – sie muss den ihr unbekannten Vater finden und herausbekommen, warum sie so oft vom Meer träumt, obwohl sie noch nie da war.

Elena Fischer. © Stadtteilbibliothek Rödelheim

Elena Fischer, geboren 1987, hat Komparatistik und Filmwissenschaft in Mainz studiert, wo sie mit ihrer Familie lebt. Mit einem Auszug aus ihrem Debütroman ›Paradise Garden‹ war sie 2021 Finalistin beim 29. open mike und gewann den Literaturförderpreis der Landeshauptstadt Mainz für junge Autorinnen und Autoren. Außerdem war der Roman 2023 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

100 Jahre Neues Frankfurt – der Architekt Ernst May

12. September 2025: Ein Bauprogramm, das Architekturgeschichte schrieb, feiert 100jähriges Jubiläum.
Das „Gemischte Doppel“ diesmal solo: da Dr. Fink aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen musste, bestritt die Kulturwissenschaftlerin Petra Schwerdtner alleine den Vortrag über den bekannten Architekten Ernst May. Unterhaltsam und informativ stellte sie wichtige Stationen der Biographie von Ernst May vor und brachte dabei auch viele unbekannten Seiten ans Tageslicht. Nicht fehlen bei einem Abend über das Frankfurter Wohnungsbauprojekt durfte natürlich die einzige Frau in der May-Brigade: Margarete Schütte-Lihotzky, die Erfinderin der Frankfurter Küche, aus deren Biographie Schwerdtner einige Passagen vorlas.

Petra Schwerdtner stellte den Architekten Ernst May vor. Foto: Förster

Krimilesung im Brentanobad

15. August 2025: HR-Moderator Tim Frühling liest aus seinem Krimi „Der Kommissar in Badeshorts“

Wie kommt ein toter Immobilienhai auf das Vordach eines Hotels? Das muss sich Kommissar Daniel Rohde fragen, obwohl er auf Ermittlungen rein gar keine Lust hat. Eigentlich wollte er einen entspannten Flirturlaub im Club Tarango auf Fuerteventura verbringen, stattdessen stolpert er jetzt von einer brisanten Situation in die nächste – und entwickelt mehr Sympathien für den Mörder als für das Opfer…

Tim Frühling bei einer Lesung im Brentanobad.
Tim Frühling im gut besuchten Brentanobad

Nach seiner Ausbildung bei einem schwäbischen Lokalradio arbeitet Tim Frühling jetzt seit über 25 Jahren beim Hessischen Rundfunk. Seit 2017 ist er in hr1 zu hören und präsentiert die Wettervorhersage im hr-Fernsehen und in der ARD.