Archiv des Monats: Februar 2026

»Warum nicht die Wahrheit sagen – Olympe de Gouges«

Zum Internationalen Weltfrauentag: Henning Schramm liest aus seinem historisch-biografischen Roman

»Ich bin eine Frau. Ich fürchte den Tod und eure Marter. Aber ich habe kein Schuldbekenntnis zu machen. Ist nicht die Meinungsfreiheit dem Menschen als wertvollstes Erbe geweiht?« So verteidigte sich Olympe de Gouges vor dem Revolutionstribunal in Paris. Eine kompromisslose Humanistin und eine lebenslustige und mutige Frau, die als erste Frau in der Geschichte auch für das weibliche Geschlecht die Bürgerrechte einfordert. Henning Schramm entführt uns ins Paris des 18. Jahrhunderts, in die Salons der literarischen Weltstadt und den Hof von Versailles. Eine rebellische Zeit, geprägt von den Anfängen der Aufklärung und der mit der französischen Revolution verbundenen Gewalt.

Henning Schramm ©privat

Henning Schramm, 1944 in Tübingen geboren, studierte Soziologie, Volkswirtschaft und Ethnologie in Mainz, Tübingen und Frankfurt. Nach verschiedenen beruflichen Stationen veröffentlichte er seit 2000 zahlreiche Romane und Sachbücher. Henning Schramm lebt in Frankfurt.

Freitag, 6. März 2026, 19:30 Uhr
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt 8,- € (ermäßigt 6,- €)
Vorverkauf: Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19,
Tel. 069/212307 75, roedelheim@stadtbuecherei.frankfurt.de
Pappmarché, Alexanderstr. 27, Tel: 069 783625
Für Häppchen und Wein sorgt wie immer der Förderverein FörSteR

Frankfurt liest ein Buch 2026

Marie Luise Kaschnitz: Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau

»Gott und die Welt« – nicht mehr und nicht weniger beschäftigte Marie Luise Kaschnitz in den Sechzigerjahren in ihren Texten. Die anstehenden Stürme der Studentenrevolte und der sich bald formierenden außerparlamentarischen Oppositionen sind in den Gedanken der Dichterin bereits präsent. In ihren »Aufzeichnungen aus der Wiesenau« leuchten Themen auf, die uns heute noch und wieder beschäftigen: die Zukunft der Arbeit, die Bedrohung durch technische Entwicklungen, die Veränderungen in der Natur.

Marie Luise Kaschnitz, geboren 1901 im badischen Karlsruhe, lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 vornehmlich in Frankfurt. Sie wurde mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und der Ehrendoktorwürde der Goethe-Universität sowie dem Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet

Rainer Weiss, ehemaliger Lektor und Programmgeschäftsführer der Verlage Suhrkamp und Insel, stellt als Herausgeber »Gott und die Welt« vor; Bettina Kaminski, Schauspielerin und Regisseurin im Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt, liest aus »Gott und die Welt«.

Freitag, 24. April 2026, 19:30 Uhr
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt 8,- € (ermäßigt 6,- €)
Vorverkauf: Stadtteilbibliothek Rödelheim, Tel.: 069 21230775
Email: roedelheim@stadtbuecherei.frankfurt.de /
Pappmarché, Alexanderstr. 27, Tel: 069 783625

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Henni Nachtsheim: »Eintracht Frankfurt. Eine Liebeserklärung«

Henni Nachtsheim ©privat

Vermutlich bringt kaum ein Bundesligaverein seine Anhänger so oft an den Rand eines Nervenzusammenbruchs wie Eintracht Frankfurt. Und so ist es kein Zufall, dass der Name dieses Klubs erscheint, wenn man »Sport« und »Diva« zusammen googelt. Wer der SGE folgt, erlebt ein dauerndes Wechselbad der Gefühle. Einem Sieg über Galatasaray kann ohne Weiteres eine Pleite gegen Union Berlin folgen. Und niemand kann so ausgiebig und unterhaltsam sein Herz über die Eintracht ausschütten wie Henni Nachtsheim, der in seiner Liebeserklärung die kurvenreiche Eintracht-Geschichte bis in die jüngste Gegenwart begleitet.

Henni Nachtsheim ist Comedian, Musiker, Autor und Schauspieler. Bekannt wurde er u.a. als Sänger und Saxofonist der Rodgau Monotones und als eine Hälfte des Comedy-Duos Badesalz.

Freitag, 29. Mai 2026, 19:30 Uhr
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt 10,- € (ermäßigt 8,- €)
Vorverkauf: Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19,
Tel. 069/212307 75, roedelheim@stadtbuecherei.frankfurt.de
Pappmarché, Alexanderstr. 27, Tel: 069 783625
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Verehrt – verfolgt – unvergessen

6.2.2026: Mascha Kaléko – eine Dichterin des 20. Jahrhunderts

Mascha Kaléko gehört zu den bekanntesten deutschen Dichterinnen, berühmt geworden Ende der Zwanzigerjahre mit Alltagsgedichten aus der Großstadt Berlin. Ihr literarisches Werk spiegelt sehr deutlich ihr persönliches Erleben von Heimatlosigkeit und Vertreibung, ist aber auch immer gekennzeichnet durch ein humorvolles, ironisches Augenzwinkern in der Tradition Heinrich Heines.

Gisela Pabel-Rüger © Dinger

In ihrer Lesung präsentierte Gisela Pabel-Rüger – illustriert mit Hilfe vieler Gedichte – Mascha Kalékos Biographie, ihren Weg von Galizien nach Berlin, nach New York und Jerusalem – und immer wieder zurück nach Europa.

Gisela Pabel-Rüger ist eine Frau mit vielen Talenten und Leidenschaften. Sie singt, spielt Theater und veranstaltet Lesungen. Über die Protagonistin ihres Abends sagt sie: »Mascha Kalékos Gedichte begleiten mich seit Jahrzehnten in allen Lebenslagen. Ich mag ihren spöttischen Unterton, ihre genaue Beobachtung von Alltagssituationen, aber auch ihre Melancholie und die berührenden Worte für Trauer und Leid.«

Die erste Förster-Veranstaltung in diesem Jahr war restlos ausverkauft, ein gelungener Start!

Sämtliche Rechte am Werk Mascha Kalékos: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG, München