Die Nordseefalle

Tilman Spreckelsen liest aus seinem Theodor Storm-Krimi

Spreckelsen
Tilman Spreckelsen

Der Ruf der Macht und die Macht des Meeres – der Husumer Anwalt Theodor Storm ermittelt wieder. Ein Mord in Husum und die Sagen um die versunkene Stadt Rungholt führen Storm und seinen Schreiber Peter Söt 1844 auf die Insel Föhr. Dort verbringt der dänische König den Sommer. Zu seinem Hofstaat gehört auch der Dichter Hans Christian Andersen. Was bedeuten die Unfälle, in die Andersen verwickelt wird? Gibt es Hofintrigen gegen ihn? Weiß er etwas über die verschwundene Schatzkarte von Rungholt? Storm hat es bei seinen Ermittlungen mit mächtigen Gegnern zu tun – und übersieht beinah die größte Gefahr: den »Blanken Hans«, die Nordsee selbst.

»Als ob man den echten Theodor Storm in seiner Zeit erlebt.«

Radio Bremen

Tilman Spreckelsen studierte Geschichte und Germanistik in Freiburg und ist seit 2001 Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Als Autor und Herausgeber hat er zahlreiche Bücher und Anthologien veröffentlicht. 2014 erhielt Tilman Spreckelsen für seinen Krimi »Das Nordseegrab« den Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum.

Freitag, 25. September 2020, 20 Uhr
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt: € 6.- (ermäßigt € 4.-)
Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist die Zahl der Zuhörer begrenzt, Karten sind ausschließlich im Vorverkauf in der Stadtteilbibliothek Rödelheim (Tel.: 069 212 30 775) erhältlich. Auf eine Bewirtung muss leider verzichtet werden.

»Sprechen wir über Beethoven«

Eleonore Büning stellt ihren »Musikverführer« vor

Eleonore Büning. Copyright Foto: Uwe Frauendorf

Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir beinahe vergessen, dass wir 2020 ein Beethoven-Jubiläum haben – Ludwig van Beethoven wäre in diesem Jahr 250 Jahre alt geworden. Eleonore Büning, eine der renommiertesten Musikkritikerinnen Deutschlands, führt in ihrem Buch »Sprechen wir über Beethoven« leidenschaftlich
und kompetent durch die Welt Beethovens. Seine Kompositionen haben die
Zuhörer schon immer emotional berührt, und auch heute lassen wir uns immer wieder aufs Neue von seiner Musik begeistern. Und Eleonore Büning hat vor allem eines im Sinn: Menschen für Ludwig van Beethoven zu begeistern und sie zu seiner Musik zu verführen. Musikalisch begleitet wird der Abend von dem Frankfurter Violinisten Puschan Mousavi Malvani mit Beethoven-Kompositionen.
Die geborene Frankfurterin Eleonore Büning hat über Beethoven promoviert und schreibt seit 1978 über Musik für zahlreiche Zeitschriften und Zeitungen. Sie war Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, für die sie auch weiterhin Kolumnen schreibt, und moderiert Musiksendungen im Berliner Radio rbb. Seit November 2011 ist Eleonore Büning Vorsitzende des Preises der deutschen Schallplattenkritik.

Freitag, 23. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt: € 6.- (ermäßigt € 4.-)
Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist die Zahl der Zuhörer begrenzt, Karten sind ausschließlich im Vorverkauf in der Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19 (069 212 30 775) erhältlich. Auf eine Bewirtung muss leider verzichtet werden.

FLEB im Herbst

Das Lesefest »Frankfurt liest ein Buch« wurde auf den Herbst verschoben und wird hoffentlich ab 24. Oktober 2020 stattfinden können.

Das Buch, das gemeinsam gelesen wird, ist diesem Jahr »Rosemarie. Des deutschen Wunders liebstes Kind« von Erich Kuby, neu erschienen bei Schöffling. Mit einem Essay von Jürgen Kaube.

»Rosemarie« erzählt von der berühmtesten Edelprostituierten der Bundesrepublik: Rosemarie Nitribitt. Mit ihrem teuren Cabrio war sie in der Wirtschaftsmetropole Frankfurt stadtbekannt. Für ein Mädchen, das mehrfach aus Erziehungsheimen ausgerissen war, hatte sie es zu einem erstaunlichen Vermögen gebracht. Ihre Ermordung im Herbst 1957 sorgte für einen Skandal: Wusste sie zu viel? War es einer ihrer Kunden aus den Kreisen der Bosse und Banker? Bis heute ist ihr Mörder nicht gefasst, und die Pannen bei den Ermittlungen bis hin zum zeitweiligen Verschwinden der Prozessakten befeuerten die Gerüchte darüber, was ihr zum Verhängnis geworden sein könnte.
Es ist diese Atmosphäre und dieser Zeitgeist, den Erich Kuby in seinem Roman einfängt. Seine temporeich erzählte Geschichte der Nitribitt, die auf seiner Mitwirkung am Drehbuch zu dem Film »Das Mädchen Rosemarie« (1958) aufbaut, dem zahlreiche weitere Adaptionen folgten, wird zum fesselnden Porträt der Doppelmoral der damaligen Gesellschaft.

In Rödelheim ist eine Lesung mit Jürgen Kaube für den 6. November 2020 geplant.

Krimilesung im Brentanobad

Elsemarie Maletzke liest aus »Magnolienmord«

Nach monatelanger Zwangspause endlich wieder Literatur im Stadtteil: am Freitag, 21. August, konnten Krimi-Fans im Brentanobad Elsemarie Maletzke lauschen, die vor der Kulisse eines atemberaubenden Abendhimmels aus »Magnolienmord« las.

Elsemarie Maletzke

Simon Jankowskis schwacher Punkt sind seine geliebten Magnolien. Um sie zu retten, lässt er sich auf einen gefährlichen Handel mit einem Erpresser ein. Denn Simon hat mehr als seinen Ruf und seinen Job zu verlieren. Der angesehene polnische Wissenschaftler schmuggelt seltene und streng geschützte Pflanzen außer Landes. Als ihm ein Kollege auf die Schliche kommt und droht, ihn auffliegen zu lassen und Simons Magnolien zu vernichten, ist er bereit, als Kurier ein geheimnisvolles Päckchen nach Frankfurt zu bringen, um es auf dem alten jüdischen Friedhof zu deponieren. Doch als die passionierte Gärtnerin Elinor das Päckchen findet, ist Simon dem Tode nahe und Elinor wird zur Gejagten.

»Maletzke schreibt außerordentlich gut, sehr anschaulich, mit viel Augenzwinkern, Schwung und Eleganz, mit Spaß an der Sprache und an ihren skurrilen Figuren.«

Ursula May, hr2-Kultur

Elsemarie Maletzke begann 1968 in der Redaktion der Satire-Zeitschrift Pardon und ging 1974 als Deutschlehrerin nach Irland. Zurück in Deutschland arbeitete sie als Redakteurin bei Titanic und Pflasterstrand. Seit Anfang der 1980er Jahre veröffentlicht sie Reiseführer, Biographien und Gartenbücher. 2009 wurde sie mit dem Robert-Gernhardt-Preis ausgezeichnet. Elsemarie Maletzke lebt und arbeitet als Reisejournalistin und Autorin in Frankfurt am Main.

Öffnung schrittweise

Die Stadtbücherei Frankfurt plant die Öffnung von ausgewählten Häusern ab 4. Mai, darunter ist auch die Stadtteilbibliothek Rödelheim. Die Öffnungszeiten wurden reduziert auf dienstags bis freitags von 13 bis 19 Uhr. Die Planungen werden unter Vorbehalt der aktuellen Entwicklungen umgesetzt.

Die ausgewählten Bibliotheken ermöglichen aufgrund ihrer räumlichen Gegebenheiten die Medienausleihe unter Wahrung der Abstandsregeln und empfohlener Schutzmaßnahmen. Zur Vermeidung von Enge wird zudem eine Einlassregelung gelten. Das Angebot wird sich zunächst auf die Versorgung der Frankfurterinnen und Frankfurter mit Lesestoff und anderen Medien konzentrieren. Längeres Verweilen, Zeitungslesen oder Lernen kann in der aktuellen Situation noch nicht ermöglicht werden. Das Veranstaltungsprogramm und der Besuch von Kindergruppen und Schulklassen wird noch bis Ende August ruhen.

Digitale Stadtbücherei

Jetzt kostenlos bei der Onleihe anmelden!
Bibliotheken, Buchhandlungen, Kinos und Konzerthäuser sind zurzeit wegen der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen. Lesen, zuhause Filme schauen oder Musik hören kann aber jeder gut für sich allein oder im engsten Familienkreis. Die Stadtbücherei Frankfurt bietet hierfür über den OnleiheVerbundHessen Tausende von digitalen Romanen, Sachbüchern, Kinderbüchern, Hörbüchern und vieles mehr.

Das Angebot ist kostenlos und gilt bis zur Wiederöffnung der Stadtbücherei Frankfurt, und wurde aktuell bis 3. Mai 2020 verlängert. Danach erlischt der Zugang automatisch, Folgekosten fallen nicht an.

Interessierte können sich direkt beim OnleiheVerbundHessen registrieren.

Für weiterführende Fragen aus Frankfurt hat die Stadtbücherei ein extra E-Mail-Postfach eingerichtet: digital@stadtbuecherei.frankfurt.de

Alle Veranstaltungen abgesagt

Das Lesefest »Frankfurt liest ein Buch« findet in diesem Jahr nicht statt. Auch die in diesem Rahmen geplante Veranstaltung in Rödelheim fällt aus. Die Stadtteilbibliothek ist zur Zeit geschlossen, bis Ende Mai finden dort keine Veranstaltungen mehr statt.

Notwendig wurden diese Maßnahmen, die das gesamte öffentliche Leben betreffen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und zu verlangsamen. In diesem Sinne: bleiben Sie zuhause und bleiben Sie gesund!

Bibliothek vorläufig geschlossen

Ab Montag, 16.3.2020, schließt die Stadtbücherei ihre Öffentlichen Bibliotheken für den Publikumsverkehr. Die Fahrbibliothek stellt ihren Betrieb ein. Alle Veranstaltungen werden ausgesetzt. Diese präventive Maßnahme ist zunächst bis 19.4.2020 geplant.

Die Stadtbücherei gehört zu den publikumsstärksten Einrichtungen der öffentlichen Hand in Frankfurt. Mit der vorübergehenden Schließung der Häuser tragen wir dazu bei, die Ausbreitung des Corona-Virus zu hemmen, das Gesundheitssystem vor massiven Belastungen zu bewahren und besonders gefährdete Menschen zu schützen.

Ausgeliehene Medien werden automatisch verlängert. Mahngebühren werden ausgesetzt. Vorbestellungen bleiben bestehen. An den Rückgabeautomaten an der Zentralbibliothek und in Sachsenhausen können Medien zurückgegeben werden. Die Digitalen Services der Stadtbücherei von der Onleihe bis zum PressReader stehen weiterhin zur Verfügung.

Für Rückfragen steht den Bürgerinnen und Bürgern das Info-Telefon der Stadtbücherei zur Verfügung: (069) 212-3 80 80, montags bis freitags 10 bis 16 Uhr.

Was heißt hier »wir«?

Heinrich Detering zur Sprache der parlamentarischen Rechten

Rechte Politiker sprechen von »Entsorgung«, von »Umvolkung«, von »Kopftuchmädchen« und »Messermännern«. Davon, dass Hitler ein »Vogelschiss« gewesen sei. Und vor allem nehmen sie für sich in Anspruch, für »uns« und »unser Deutschland« zu sprechen. Doch was für ein »Wir« setzen sie da überhaupt voraus?

Prof. Dr. Heinrich Detering.
Foto: Maren Ermisch

Der Literaturwissenschaftler und Leibnitz-Preisträger Heinrich Detering wirft einen unaufgeregten wie scharfen Blick auf die Rhetorik der parlamentarischen Rechten – und zeigt, wie ihr Anspruch, für »das Volk« zu sprechen, in totalitäre Ermächtigungsvorstellungen, Rache- und Vernichtungsphantasien führt. Er legt offen, wie diese Sprache der Gewalt sich selbst verharmlosend verkleidet. Und er macht vor, wie sich solche rhetorischen Strategien durchschauen lassen.

Professor Dr. Heinrich Detering, geb. 1959, lehrt deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen, hat literaturwissenschaftliche Bücher und Aufsätze sowie Gedichtbände, Essays und Übersetzungen veröffentlicht, nahm Gastprofessuren und Poetikdozenturen in aller Welt wahr und erhielt zahlreiche wissenschaftliche und literarische Auszeichnungen. Von 2011 bis 2017 war er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Freitag, 31. Januar 2020, 19:30 Uhr
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt: € 6.- (ermäßigt € 4.-)
Für Häppchen und Wein sorgt der Förderverein FörSteR

»Will keiner trinken? keiner lachen?«

Heiner Boencke. Foto: privat

Goethe und der Wein, vorgestellt von Heiner Boehncke

Weine begleiteten Goethe zeit seines Lebens. Als Enkel eines Weinhändlers, der im Weinkeller des Elternhauses kostbare Weine vorfand, verzichtete er weder in Weimar noch auf Reisen auf sein Lebenselixier. »Wenn man nicht lieben kann, soll man nicht trinken.« Heiner Boehncke, einer der Herausgeber des Bandes »Will keiner trinken, keiner lachen«, erzählt anhand von Gedichten, Liedern und Briefen von Goethes intensivem Verhältnis zum Wein. Schließlich lautete dessen Maxime: »Für Sorgen sorgt das liebe Leben / Und Sorgenbrecher sind die Reben.«

Heiner Boehncke, geb. 1944, war Professor für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft in Frankfurt und Bremen. 1988 wurde er Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Hessischen Rundfunk, 1998 Literaturredakteur im Programmbereich Kultur und Wissenschaft. Heiner Boehncke ist Autor zahlreicher Bücher und organisiert seit 2004 das Rheingau Literatur Festival als künstlerischer Leiter.

»Will keiner trinken? keiner lachen?« ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Fördervereins PetriHaus und des Fördervereins der Stadtteilbibliothek Rödelheim FörSteR e.V. Da am PetriHaus keine Parkmöglichkeiten bestehen, bitten die Veranstalter um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Freitag, 14. Februar 2020, 19:30 Uhr
Atelier Petrihaus, Am Rödelheimer Wehr 15
Eintritt: 10 Euro (ermäßigt 7 Euro)
Im Eintrittspreis inbegriffen ist eine Weinprobe des Weinguts Kaspar Herke aus Oestrich-Winkel.
Für Häppchen sorgt der Förderverein FörSteR
Vorverkauf:
ORTells dieses und jenes, Lorscher Str. 13, Tel: 91315862
Pappmarché, Alexanderstr. 27, Tel: 783625
Stadtbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19, Tel.: 783058