Gedächtnisausstellung zum 40. Todestag des Frankfurter Zeichners und Karikaturisten Kurt Halbritter
Kurt Halbritter, Rödelheimer Karikaturist, Zeichner und Mitbegründer der legendären Satirezeitschrift »Pardon«, bezog in seinen politischen Zeichnungen für die »Frankfurter Rundschau«, den »Vorwärts« und »Pardon« treffsicher und bissig Stellung zu Militarismus, Nationalsozialismus, Rassismus, Frauenfragen und anderen gesellschaftlich relevanten Themen. Mit seinen 1968 erschienenen Zeichnungen »Adolf Hitlers Mein Kampf – Gezeichnete Erinnerungen an eine Große Zeit« initiierte und begleitete er die kritische Aufarbeitung der NS-Zeit der 70er-Jahre. Skurriles findet sich in seiner »Tier- und Pflanzenwelt« – z.B. der Barfüßer, der seit einem Jahr als Skulptur in der Kurt-Halbritter-Anlage am Blauen Steg die Menschen erheitert. Noch heute ‒ vierzig Jahre nach seinem Tod ‒ sind seine Zeichnungen und Karikaturen mehr als aktuell. Zum 40. Todestag von Kurt Halbritter zeigt die Stadtteilbibliothek Rödelheim eine Auswahl aus dem engagierten zeichnerischen Werk von Kurt Halbritter.
Illustration: Selbstporträt als halber Ritter, mit der Feder als Schwert. Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Peter Pauritsch.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 30. Mai 2018 in der Stadtteilbibliothek Rödelheim zu sehen.
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Am Freitag, 31. März wurde in Rödelheim in der Kurt-Halbritter-Anlage am Blauen Steg der „Barfüßer“ eingeweiht. Die Bronze-Skulptur des Kassler Bildhauers Siegfried Böttcher, umgesetzt nach einer Zeichnung des 1978 verstorbenen Karikaturisten Kurt Halbritter, ergänzt als nunmehr 14. Kunstobjekt die Reihe „Komische Kunst im Grüngürtel“, zu der so bekannte und beliebte Werke wie das Grüngürteltier von Robert Gernhardt und das Ich-Denkmal von Hans Traxler gehören. Letzterer war am Freitag sogar unter den Gästen, so wie auch Achim Frenz vom Caricatura-Museum. Das Rednerpult blieb jedoch den Sponsoren überlassen.

