Nicht unter den Teppich gekehrt: Das Putzen in der Literatur

11. September 2026: Ein literarischer Hausputz mit Texten, die sich gewaschen haben. Von und mit Ulrich Sonnenschein und Esther Maria Groh

Putzen ist die unsichtbarste Nebensache der Welt und schon gar kein Thema großer klassischer Romane. Es ist weder tragisch noch heroisch, weder philosophisch aufgeladen noch von gesellschaftlichem Prestige. Aber manchmal taucht es doch in der Literatur auf – in scheinbar beiläufigen Szenen, abseits der eigentlichen Handlung. Gerade darin liegt seine literarische Kraft: Putzen ist die stille Geste des Alltags, das sichtbare Zeichen der Ordnung in einer oft chaotischen Welt. An diesem Abend wird ein freudiger Hausputz serviert, Staub aufgewirbelt und der Feudel geschwungen. Geputzt wird dann morgen.

Ulrich Sonnenschein und Ester Groh. © Förster/ak

Mit Ulrich Sonnenschein, hr2 kultur-Moderator und Literaturexperte und Esther Maria Groh, Intendantin bei Kammermusik & Literatur am Feldberg und Reinigungsfanatikerin.